Swiss Karate League Turnier Liestal 25.+26. April 2009

Karate hat sich in den letzten Jahren einen vorderen Platz unter den Kampfsportarten erobert. In dieser fernöstlichen Kampfsportart werden die Gliedmassen des Körpers zu natürlichen Abwehrwaffen ausgebildet. In regelmässigem Abstand vergleichen die KaratekämpferInnen an Turnierwettkämpfen ihren aktuellen Leistungsstand. Zu den ganz wichtigen Anlässen gehört dabei die Swiss Karate League Etappe in Liestal.

Siebenundvierzig Mal wurde eine Wettkämpferin oder ein Wettkämpfer der Kampfsportschule Rapperswil-Jona-Uznach auf die Kampffläche gerufen. Achtmal ernteten die Angetretenen mit einem 5. Platz wichtige Punkte zur Qualifikation an die Schweizer Meisterschaften, acht weitere Male durften sich die Karatekas aus dem Kanton St. Gallen auf dem Podest eine Medaille umhängen lassen.

Regina Tiefenauer stiess mit ihrem dritten Platz im Zweikampf (Kumite) ebenso weit nach vorne wie Vanessa Marra, die vor allem in der zweiten Kampfphase bewies, dass sie weiss, wie der Kampftiger losgelassen wird. Auch Melina Hofstetter steigerte sich in der 2. Phase, in der sie sich taktisch annähernd perfekt verhielt und die dritte Rapperswiler Bronzemedaille sicherte.

Ein Turnier kennt eigene Gesetze. Die Eigendynamik dieses Umstandes brachte Philippe Caduff bis ins Finale und schliesslich die Silbermedaille ein. Überzeugender Kampf bis zum Schluss und ein selbstbewusstes Auftreten können sowohl im Alltag als auch auf der Turnierfläche matchentscheidend sein.

Gleich vier Goldmedaillen haben dazu geführt, dass das Shukokai Karate Center Rapperswil das Turnierwochenende im Medaillenspiegel auf dem hervorragenden vierten Schlussrang beendet hat.

Einen ersten Teil an diesem Resultat hatten die souverän auftretende, amtierende Schweizer Meisterin Romina Baschung im Kumite und die Super Präsentation im Kampf gegen imaginäre Gegnerinnen (Kata) durch Iva Klaric. Die beiden letzten Goldstücke gehen aufs Konto der Geschwister Sentürk. Mit einem maximalen Einsatz überzeugte Nida bis zum Sieg im Finale. Kaan trat absolut stark auf und schaffte es, in jeder Phase cool zu bleiben. Ein weiterer Meilenstein in seiner Karriere.

Die gute Mannschaftsleistung widerspiegelte sich auch in der lautstarken Unterstützung durch die anderen Teammitglieder und den Betreuerstab.

Die vier Goldmedaillengewinner. v.l.n.r. Kaan Sentürk, Nida Sentürk, Iva Klaric, Romina Baschung